Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

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Pascal
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von Pascal »

Für mich sieht das Video aus, als ob du gar nicht schaltest. Hast du normale oder umgekehrte Schaltung? Wurde dir der Gangwechsel auf dem Display angezeigt?
Testweise hättest du das Gas kurz loslassen können und kräftiger schalten.
Zuletzt geändert von Pascal am 25.08.2018, 08:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Bleifuss
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von Bleifuss »

Also wenn beim Schalten die Drehzahl nicht sinkt, dann ist das gleich einer durchrutschenden Kupplung.
Wo sonst soll es rutschen?
Und wie gesagt: Scheiben und Korb (Reibflächen) nicht vernachlässigen.
Ich fuhr Jahrelang eine Suter-Clutch, das weisst Du was es heisst wenn Ende ist :lol:
Gruss Bleifuss

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Pascal
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von Pascal »

Bleifuss hat geschrieben: 24.08.2018, 07:14 Also wenn beim Schalten die Drehzahl nicht sinkt, dann ist das gleich einer durchrutschenden Kupplung.
Wo sonst soll es rutschen?
Und wie gesagt: Scheiben und Korb (Reibflächen) nicht vernachlässigen.
Ich fuhr Jahrelang eine Suter-Clutch, das weisst Du was es heisst wenn Ende ist :lol:
Eine rutschende Kupplung erkennt und hört man relativ gut. Die Drehzahl geht hoch, aber die Beschleunigung fehlt. Wenn man das Gas loslässt, dann fällt die Drehzahl direkt zusammen.

Hast du dir das Video angeschaut? Man hört die Drehzahl, dann versucht er zu schalten und dann ist die Drehzahl wieder genau gleich hoch wie vorher. So wie wenn man vom 6ten in den 6ten Gang schaltet.
Zuletzt geändert von Pascal am 25.08.2018, 08:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Bleifuss
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von Bleifuss »

Habs angesehen und gehört.
Kupplung.
Gruss Bleifuss

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Boo
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von Boo »

Pascal hat geschrieben: 24.08.2018, 07:09 Für mich sieht das Video aus, als ob du gar nicht schaltest. Hast du normale oder umgekehrte Schaltung? Wurde die der Gangwechsel auf dem Display angezeigt?
Testweise hättest du das Gas kurz loslassen können und kräftiger schalten.
Die Gänge waren perfekt drin. Die gemessene GPS-Höchstgeschwindigkeit schaff ich nicht im 3. oder 4. Gang, ausserdem konnte ich bei der nachfolgenden langsamen Kruven wieder sauber 3x runterschalten und war dann im 2. Gang :wink: .

Ich bin auch definitiv bei der Kupplung. Die Frage ist höchstens noch, WARUM sie durchruscht.

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Pascal
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von Pascal »

Bei mir war es auch so, dass die Kupplung erst nach 2-3 Runden rutschte. Erst war es im 6ten Gang und in der nächsten Runde bereits im 5ten.
Das Problem trat mit der neuen Kupplung erst bei der zweiten Veranstaltung auf. Zum Glück hatte ich die original Kupplung dabei und konnte sie zwischen den Turns wechseln.

Das Problem war die Standart Kupplungsfeder von Suter, die für meinen getunten Motor zu schwach war. Eine stärkere Feder hat dann das Problem gelöst. Ein bekanntes Problem, wenn man etwas Ahnung hat, aber leider fehlte mir diese.

Es ist normal, dass die Kupplung erst in den höheren Gängen durchrutscht. Ich denke das liegt an der geringeren Drehzahlbeschleunigung. Wobei das ganze eigentlich keine Rolle spielt, sondern wichtig ist nur, dass es an der Kupplung liegt.

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krigixxer
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von krigixxer »

Hey Boo,

Hast du das Problem fixen können? Wundert mich was es war. :wink:

LG
Kristijan

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Boo
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von Boo »

Noch nicht ganz.

Der Ölwechsel hat ein bisschen was gebracht. Aber noch nicht genug. Werde heute verstärkte Federn montieren und dann schauen, ob ich dieses Jahr noch zum Testen komme.

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Boo
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von Boo »

OK, das mit dem Federtausch wird sich noch hinziehen. Heute wollte ich wechseln, hab aber zum Glück vor dem Wiederzusammenbau kurz getestet und festgestellt, dass die neuen "verstärkten" Federn deutlich weicher sind als die, die schon verbaut waren :evil:

Mit nem stümperhaften Versuchsaufbau kam ich auf Federraten von ca. 15N/mm bei den verbauten Federn, und ca. 10N/mm bei den neuen Federn, also satte 50% Unterschied...

Jetzt hab ich grad keine Ahnung, was ich tun soll. Im Internet find ich genau nix zu konkreten Federraten. Höchstens mal das Schlagwort "verstärkt", worauf man sich offenbar auch nicht verlassen kann.

Hat da jemand eine gute zuverlässige Quelle, wo man sich schlau machen kann?

jäger 76
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von jäger 76 »

Ich würde in deinem Fall einen erfahrenen Rennstrecken Mech fragen. Wenn du auf der Rennstrecke bist und Probleme mit dem Motorrad hast kostet dich das Nerven und Geld ( Startgebühr, Reisespesen und Box). Und nach einem Selbstversuch bleibt immer das ungewisse.

Ich bin auf jeden fall froh habe ich einen Mech der sich mit Rennstreckenbetrieb auskennt und ich bin der Meinung das ist bei dem Hobby das Geld wert.

Floh Hüsler kennt doch deine KAWA oder Destimoto in Lichtensteig ist auch super und auf jeden fall einen längeren Weg zum Mech wert.

Gruss Jäger

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Boo
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von Boo »

jäger 76 hat geschrieben: 13.09.2018, 21:06 Floh Hüsler kennt doch deine KAWA oder Destimoto in Lichtensteig ist auch super und auf jeden fall einen längeren Weg zum Mech wert.
Ich kann schon beim Hüsler nachfragen. Aber er wird mir wahrscheinlich nicht so helfen wollen, wie ich es möchte.
Ich gebe jedem Mech sehr gerne Geld für die Leistung, die ich möchte. Und das sind in diesem Fall die Kupplungsfedern der gewünschten Stärke. Aber dafür brauch ich nicht mein Mopped quer durch die Schweiz zu transportieren. Leider sind die wenigsten Mechs bereit, auch kleinere Leistungen zu erbringen, sondern wollen nur gleich das gross Geld. Das muss ich akzeptieren und mir daher anders helfen.

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Boo
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Re: Problem beim Schalten in 4. und 5. Gang

Beitrag von Boo »

Mittlerweile hab ich folgendes gemacht:

Kupplung von nem rennerfahrenen Mech anschauen lassen und auch selber nochmal gut beäugt:

- Dicke der Scheiben ist in Ordnung, aber man sieht z.T. Rillen in den Reibbelägen, was anscheinend nicht normal ist.

- Alle Reibscheiben waren sind gleich dick, nicht wie beim Original die erste und die letzte Scheibe dicker. Das war mir bewusst und hat ja vorher auch funktioniert.

- Der Federring (nehme an so ne Art Ruckdämpfer) hat sich spürbar in die erste Stahlscheibe eingearbeitet.
Nachdem der Mech schon viel Erfahrung mit Zubehörkupplungen hatte und meint, dass die Originale schlicht am besten funktioniere, hab ich nun wieder eine originale eingebaut (was vorher verbaut war, keine Ahnung, Alessandro weisst du das?)

Jetzt ist mir beim Einbauen noch folgendes aufgefallen:

Hinten bei der Kupplungsnabe, also dort wo die erste Reibscheibe reibt, hat es mehrere spürbare Rillen im Material. Keine Ahnung, ob das schlimm oder normal ist... wer weiss da Bescheid?

Einerseits kann das übertragbare Reibmoment dadurch schon etwas reduziert werden (aber sicher nicht viel, solange die Rillen schön auf der Breite verteilt sind). Andererseits müsste sich der Reibbelag den Rillen einfach anpassen können (an der alten Reibscheibe sieht man auch entsprechende Spuren), heisst einfach anfänglich höherer Verschleiss (wie z.B. bei neuen Bremsbelägen), aber danach eigentlich alles ganz normal. Seh ich das richtig, hat da jemand Erfahrung?

Ich habs jetzt einfach mal so eingebaut, neues Öl (Motorex Racing 10W40), die vorher verbauten (starken) Federn verwendet. Werde dann im Frühling sehen ob es funktioniert

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